Presse – Mobilität in Deutschland

Bundesweite Befragung zur Mobilität in Deutschland

Zwischen Mai 2016 und September 2017 wurden rund 155.000 Haushalte in ganz Deutschland zu ihrem Mobilitätsverhalten befragt Diese Interviews führte das infas Institut für angewandte Sozialwissenschaft, Bonn, für die Studie „Mobilität in Deutschland“ (MiD) durch. Die Untersuchung ist ein gemeinsames Projekt des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) sowie zahlreicher Bundesländer, regionaler Verkehrsunternehmen und -verbünde, Landkreise, Städte und Gemeinden.

Bonn, Juni 2018 – Die MiD stellt als größte Verkehrserhebung in Deutschland nicht nur bundesweit sondern auch in den Regionen eine wichtige Grundlage der Verkehrsplanung dar. Sie dient der Politik und Verwaltung dazu, eine Infrastruktur für alle Verkehrsteilnehmer zu planen, Steuergelder an den richtigen Stellen einzuplanen und auch in Zukunft ein optimales Mobilitätsangebot zu sichern.
Bundesweit wurden rund 155.000 Haushalte befragt. Die Auswahl erfolgte nach einem Zufallsverfahren. Die Interviewer von infas führten im ersten Schritt ein Haushaltsinterview durch. Danach wurden alle Haushaltsmitglieder gebeten, an je einem Berichtstag ihre Wege zu erfassen.
Die vom Bundesministerium initiierte Studie unterliegt den strengen Datenschutzbestimmungen für Umfrageforschung. Die Teilnahme war freiwillig und die Angaben der Befragten werden ausschließlich anonymisiert genutzt. Auf der Website www.mobilitaet-in-deutschland.de sind vertiefende Informationen zur Studie zu finden.

Hintergrundinformationen zur MiD 2017

Mobilität in Deutschland (MiD) ist eine bundesweite Befragung von Haushalten zu ihrem alltäglichen Verkehrsverhalten im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr, und digitale Infrastruktur (BMVI). Sie wurde bereits in den Jahren 2002 und 2008 erhoben. Jetzt wurde die Mobilität in Deutschland erneut durchgeführt. Ergebnisse stehen ab Ende 2018 zur Verfügung.
Die zentrale Aufgabe der Studie besteht darin, repräsentative und verlässliche Informationen zur Soziodemografie von Personen und Haushalten und ihrem Alltagsverkehr (z.B. Wege nach Zwecken und Verkehrsarten) für ein ganzes Jahr zu erhalten. Sie dient, gewichtet und hochgerechnet, als Rahmen und Ergänzung für andere Verkehrserhebungen wie die Verkehrsbefragungen in einzelnen Städten (z.B. Mobilität in Städten (SrV)) oder dem Mobilitätspanel.
Die Studie Mobilität in Deutschland bietet darüber hinaus aktuelle Datengrundlagen zu wichtigen Einflussgrößen der Mobilität und bildet die Basis für Verkehrsmodelle. Nicht nur für die Verkehrsplanung, für Forschung und das wissenschaftliche Erkenntnisinteresse sind Ergebnisse der Studie von Bedeutung, auch für konkrete politische Entscheidungen liefern sie die quantitativen Hintergrundinformationen.

Ablauf der Erhebung

Die Teilnehmer der Studie wurden mittels einer Stichprobe auf Basis von Einwohnermeldedaten oder Zufallsauswahlen von Telefonnummern ermittelt. Die Ergebung begann mit einem Haushaltsinterview: Ein Mitglied des per Stichprobe ausgewählten Haushalts wurde zunächst allgemein zu seinem Haushalt befragt. Diese kurze Erhebung konnte per Telefon oder online erfolgen. Hierbei wurde unter anderem die Zahl der Haushaltsmitglieder erfasst.
Im Anschluss erhielten sämtliche Haushaltsmitglieder Erhebungsunterlagen, mit denen sie durchgeführte Wege an einen vorgegebenen Berichtstag erfassen konnten. Dieser Berichtstag wurde per Zufallsauswahl fest von infas vorgegeben. Die Tage wurden so verteilt, dass zu jedem Tag im Jahr (Arbeitstag, Wochenende, Feiertag, Ferienzeit) gleichmäßig viele Erfassungen vorhanden sind, so dass die Mobilität eines ganzen Jahres erfasst ist.
Das einzelne Haushaltsmitglied sollte dementsprechend für den vorgegebenen Tag alle Wege, unabhängig vom genutzten Verkehrsmittel (auch zu Fuß) angeben. Auch wenn überhaupt keine Wege zurückgelegt wurden, sollte auch das berichtet werden. Mit der Rückmeldung möglichst aller Haushaltsmitglieder ihrer Mobilität am Stichtag war ihre Teilnahme an der Studie Mobilität in Deutschland abgeschlossen.

Pressemitteilung (PDF, 92KB)

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